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Die Geschichte von Holzdorf

Holzdorf – Ortsteil Legefeld/ Stadt Weimar

Südlich eines Höhenrückens mit der Grunstedter Höhe (383m) entstand Holzdorf an der Stelle, wo der von Westen kommende Hengstbach nach Süden umbiegt, um in einem Kerbtal das Niveau der Ilm zu gewinnen. Da einige andere Nebentälchen in der Nähe des Ortes sich ebenfalls in die Ilm-Kalkplatte eingeschnitten haben, besitzt die Holzdorfer Gemarkung ein recht bewegtes Relief in einer sonst hochflächigen Umgebung. Die großen Senkungswannen im Walde westlich von Holzdorf wurden durch Salzauflösung und Auslaugung von Gips und Anhydrit im Mittleren Muschelkalk hervorgerufen.

Die wenigen Funde der Stein- und Bronzezeit deuten auf eine nur schwache urgeschichtliche Besiedelung der Holzdorfer Gemarkung hin. Die erste urkundliche Nennung (Halsdorf) erfolgte 1271. Entsprechend der Lage des Ortes könnte dieser Name auf mittelhochdeutsch hals (= fortlaufende schmale Höhe) zurückgeführt werden. Im 14. Jahrhundert gehörte das Dorf mit Kirche den Grafen von Orlamünde, die die Kirche 1333 dem Kloster Oberweimar übergaben. Ein Rittergut entstand auf der alten Dorfstelle des in der großen Wüstungsperiode in seinem Umfang stark verkleinerten Ortes, der in einem Kirchenregister von 1500 fehlt. Nach dem Türkensteuerregister von 1542 besaßen noch J. Storm und M. Thusentschone je einen Hof, die „Helffte der Wüstunge Holßdorf“ gehörte zwei Bauern aus der benachbarten „Dorffschafft Leyfeld“.

Das später wieder aufgebaute Rittergut ist auf einer alten Flurkarte von 1842 mit einem vierseitig umbauten Gutshof zu sehen. Seine Gutsblöcke maßen damals zusammen nur 84ha. 1945 wurden bei der Bodenreform 276ha aufgeteilt. Das Gut diente nach 1945 zunächst als Schulungsstätte. Von 1961 an befand sich darin ein Kinderheim mit angeschlossener Schule für die Klassen 5 – 10. Im Jahr 1996 wurde das Kinderheim als gemeinnützige GmbH ausgegliedert. Das Objekt stand danach einige Jahre leer. Das Gut Holzdorf und seine historische Parkanlagen sollte als "Lebenswerkstatt" neu entwickelt werden und zukünftig Musik und Theater, Angebote der Aus- und Weiterbildung, Behindertenkunst, Heilpädagogik, Reittherapie und vieles mehr unter einem Dach vereinen. Die Entwicklung einer Landschaftskonzeption für die denkmalgeschützten Bauten und Gärten sowie den weitläufigen Park als sinnvolle Ergänzung des Programms werden angestrebt. Als Landgut der Diakonie wird das Gut seit dem Jahr 2000 betrieben.

Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts gehört Holzdorf zur Gemeinde Legefeld; seine Bauern, die 1945 Land aus dem früheren Ritterguts erhielten, haben sich der dortigen LPG angeschlossen. Als Landgut Holzdorf existiert dieser Verbund noch heute.

Holzdorf ist Heute ein Ortsteil von Legefeld und somit ein Teil der kreisfreien Stadt Weimar.

 
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Copyright © 2004 Heimatverein Holzdorf e.V.
Stand: 06. März 2004